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Kulturelles aus Simplon
Süd Pfarrer Sarbach erhielt die
Silberdistel der Kulturvereinigung Simplon Süd
G o n d o. Das Dachgeschoss im Stockalperturm zu Gondo bot der
Kulturvereinigung Simplon Süd am Samstag die historisch und kulturbezogene
Aula zur Generalversammlung.
Turnusgemäss fiel Gondo als Tagungsort die gastgebende Rolle zu. Namens der Gemeinde Zwischbergen hiess Vizepräsidentin Elsie Jordan beim offerierten Apéro die Vereinsmitglieder vor dem Stockalperturm willkommen. Nach dem Ehrentrunk gut gestimmt, sah sich Jo-sef Zumkemi, Präsident der Vereinigung Simplon Süd, vor einer gut besuchten Generalversammlung. Er stellte fest, dass die Kulturvereinigung seit der Gründung im Jahre 1988 auf die erfreuliche Mitgliederzahl von 247 angewachsen ist. Im Vordergrund stehen die statutarisch vorgegebenen Ziele. So bemüht sich die Kulturvereinigung auf der Simplonsüdseite um die Erhaltung der Landschaft und der Kulturgüter. Weiter fällt der Vereinigung die Förderung des Kulturlebens und des Brauchtums zu. Dass die Vereinigung Simplon Süd ihre Beziehungen über die Landesgrenzen im Ossola pflegt, manifestierte sich an der Generalversammlung mit der Präsenz der Mitglieder aus dem nahen Italien. Es wirkte denn auch sympathisch, dass Vereinspräsident Zumkemi die GV mit den «riassunti» gleich zweisprachig führte. Der Leistungsausweis darf sich sehen lassen Der beliebte Stockalperweg bildet nach wie vor die Nabelschnur in der Simplonregion. Aber auch abseits des Hauptstranges kann viel Schönes entdeckt werden. So erwähnte Zumkemi in seinem Jahresbericht die renovierten Bauten auf den Maiensässen und die von Viehherden bestossenen und belebten Alpen. Der Erhalt der Wanderwege ist ein besonderes Anliegen. Die Kulturvereinigung könne zwar die Wanderwege nicht mitfinanzieren, zeige sich jedoch ab und zu erkenntlich. Dies geschehe gelegentlich mit einer kleinen Geste, wie beispielsweise einem Zvieri zugunsten der am Weg beschäftigten Forstgruppe, erklärte Zumkemi. Mit der Waldwanderung hat der Vorstand der Kulturvereinigung eine Idee umgesetzt der etwa 80 Interessierte folgten. Clarissa Zurwerra, Dozentin für Geografie, Fredy Pfammatter, Förster, und Josef Theler, Wildhüter, dienten an dieser Waldwanderung mit Erklärungen. Zurzeit ist die Vereinigung mit dem Aufbau eines Archivs im Schulhaus Simplon Dorf beschäftigt. In einem Schrank sollen Vereinsakten, Bücher, CDs und weitere für die Geschichte des Simplons bedeutsame Schriften aufbewahrt werden. Weiter informierte Zumkemi, dass der Verkauf des Nachlagwerkes der Orts- und Flurnamen von Erich Jordan angelaufen sei. Eine Premiere erlebte die Generalversammlung mit der Vorführung des Films «Rällu» von Werner Arnold. Der Hobby-Filmer war dem alten und neu aufgewerteten Brauch auf der Spur. Eingefangen hat Werner Arnold die Herstellung dieser «Rällen» in der Werkstätte des Dorfschreiners. Diese «Rällen» kommen vor dem österlichen Auferstehungsfest an Stelle der verstummten Glocken zum Einsatz. Die «Räller» geben sich dabei alle Mühe dem eigentümlichen Gerät die grösstmöglichen rällenden Töne zu entlocken. Pfarrer Sarbach mit der Silberdistel ausgezeichnet. Mit der Übergabe der Silberdistel an Pfarrer Josef Sarbach, begleitet von der Laudatio durch Josef Zumkemi, ehrte die Kulturvereinigung Simplon Süd den verdienten Seelenhirten der Gemeinden Zwischbergen-Gondo und Simplon Dorf. Es falle ihm nicht leicht, Pfarrer Sarbach mit einer Laudatio zu würdigen, erklärte der Präsident der Vereinigung Simplon Süd. Das bisherige Leben Pfarrer Sarbachs sei aussergewöhnlich und von hervorragenden Qualitäten geprägt, dass er aus dem grossen Angebot eine Auswahl treffen müsse. Und so vernahm man etwas aus Pfarrer Sarbachs Jugend, seinen Stationen als Priester und auch einiges über seinen Pioniergeist bei kirchlichen Bauten und Renovationen. Weiter würdigte der Laudator Pfarrer Josef Sarbach als Kulturträger, als talentiertern Fotografen, wobei Josef Zumkemi Sarbachs Leidenschaft als Astronom ins Licht stellte. Pfarrer Josef Sarbach quittierte seinen Dank mit einigen Erfahrungen und Erlebnissen denen er interessante und auch einige humorvolle Seiten abgewann. |