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Fort Gondo friedlich eingenommen

In friedlicher Absicht brachte die Stiftung «Ecomuseum Simplon» das Fort Gondo in ihre Gewalt. Ein «Friedensabkommen» zwischen der Eidgenossenschaft und der Stiftung regelt die neue Nutzung des Forts Gondo. Dennoch, das Sperrwerk bleibt mit Rücksicht auf seine nationale Bedeutung im Besitz des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Das VBS bleibt für die Substanzerhaltung des Forts weiterhin zuständig. Für den Betrieb, d. h. für die museale Zugänglichkeit wird das «Ecomuseum Simplon» im Sinne eines Mieters verantwortlich. Als Vertreter des Amtes für den Schutz der historischen Bauten des VBS würdigte Silvio Keller die neue Nutzung. Er erwähnte das Verhandlungsgeschick der Vertreter des «Ecomuseums Simplon». «Sie haben dem Druck standgehalten.» Dank
dem abwartenden Vorgehen sei das Fort Gondo zu einem Modellfall von Betrieb und Besitz militärhistorischer Bauten geworden.

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Keller gab sich zufrieden und wiederholte den heiteren Spruch des früheren Departementvorstehers: «Freude herrscht.» Das Fort Gondo ist eine Infanteriefestung, der in der Talverengung der Gondoschlucht eine zentrale strategische Bedeutung zukam. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts, beim Bau der napoleonischen Heerstrasse über den Simplon, planten die französischen Generäle in den Felsen der Gondoschlucht eine Festung zu errichten. Die Pläne konnten bedingt durch den Sturz Napoleon Bonapartes nicht verwirklicht werden. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Reiches erhielt der Simplon eine zunehmend handelspolitische und touristische Bedeutung.

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Militärisch blieb der Pass jedoch weiterhin eine strategische Schlüsselstelle, und die Befestigung des als Heerstrasse konzipierten Alpenübergangs war für den schweizerischen Bundesstaat eine wichtige Angelegenheit. Die eidgenössische Militärverwaltung errichtete bereits um 1830 in der Gondoschlucht eine Fes-tungsanlage.

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts und während des Aktivdienstes im Ersten Weltkrieg baute das Militär Verteidigungsanlagen des 19. Jahrhunderts in der Gondoschlucht zu einem Sperrwerk aus. Ein weiterer Ausbau und eine Modernisierung der Festung erfolgten kurz vor und während dem Zweiten Weltkrieg, als dem Sperrwerk im Rahmen des Reduits eine wichtige Bedeutung zukam.
Wie viele andere militärische Kampf- und Führungsbauten hat auch das Sperrwerk Gondo militärstrategisch ausgedient. Es ist zu einem Stück Militärgeschichte geworden, das sich im Festungsbereich des Stockalperweges anschaulich dokumentiert.  gtg