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«. . . und die Musik spielt dazu!»

69. Oberwalliser Musikfest in Simplon Dorf mit Bilderbuchwetter und Prachtstimmung

S i m p l o n D o r f. Da gab es nichts auszusetzen. Dem ersten Oberwalliser Musikfest in Simplon-Dorf war ein einmaliger Erfolg beschieden. Die Gründe: Bilderbuchwetter, Tausende von Zuschauern, 28 Musikvereine, hoch stehende Blasmusik, Evolutionen beim Einmarsch als Premiere, ein gediegenes Unterhaltungsprogramm und eine tadellose Organisation des Anlasses durch die «Bleiken». Das 69. Oberwalliser Musikfest geht in die Annalen der Simpiler ein.

Vereins- und OK-Präsident Martin Rittiner hatte mit einem effizienten Organisationsstab seit Wochen alles vorgekehrt, um der Erstauflage des «Oberwallisers» auf der Simplon-Südseite zu einem Erfolg zu verhelfen. «Die Arbeit hat sich gelohnt», wie Gemeindepräsident Werner Zenklusen bei der Begrüssung auf dem Festplatz ausführte.

28 Oberwalliser Vereine, 2 Gastsektionen

Der Oberwalliser Musikverband, der von Beat Ritz als scheidender Präsident geführt wird, führt im Wechsel ein «grosses Oberwalliser» und alle anderen Jahre zwei geteilte «Oberwalliser Musikfeste» durch. Nach Saas Almagell 2003, hatten in diesem Jahr die «Fafleralp» in Blatten und die «Bleiken» aus Simplon Dorf die Ehre, das kleine «Oberwalliser» zu organisieren. Das nächste «Walliser Musikfest» findet 2005 in Collombey-Muraz statt. Kantonalpräsident ist der Unterbächner Gemeindepräsident Daniel Vogel.

1400 Musikanten in Simplon Dorf

Das sympathische Dörfchen Simplon Dorf platzte am Sonntag aus den Nähten. 1400 Musikanten, Hunderte von Musikfreunden aus dem Wallis und Oberitalien gaben sich ein Stelldichein. Der 40-köpfige Verein, die Gemeinde und viele freiwillige Helfer hatten alle Register gezogen, um dem Fest einen speziell herzlichen Charakter zu verleihen.

Bombig, ernst und musikalisch

So wurden die Simpiler schon vom grossen Besucherandrang am Samstagabend überrascht, als die «Seegusler» aus dem Kanton Nidwalden im Festzelt eine Konzert gaben. Die Abendunterhaltung bestritt die Party-Band «Inside» aus Bayern. Die Stimmung war bombig. Pfarrer Josef Sarbach zelebrierte am Sonntagmorgen auf dem historischen Dorfplatz einen Festgottesdienst, der von der Stadtmusik von Domodossola umrahmt wurde. Vor dem Gesamtspiel «Rhonetal» von Anselmo Loretan, unter dem Taktstock von Dirigent Renato Arnold hiess Vereins- und OK-Präsident Martin Rittiner die Musikanten aus nah und fern willkommen. Gemeindepräsident Werner Zenklusen unterstrich, verbunden mit einem Dank, die Bedeutung eines Musikvereins für eine Dorfgemeinschaft.
Verbandspräsident Beat Ritz informierte die Musikantenfamilie über die zeitgemässen Neuerungen im Festablauf mit den vormittäglichen Konzerdarbietungen, der Einmarsch-Bewertung, die Evolutionen-Premiere der «Benken» von Steg und der Schaffung eines Sonderpreises für die originellste Unterhaltung im Festzelt. Diesen holte sich die «Alpenrose» aus Albinen. Klaus Arnold fungierte als versierter Progammansager.
Wohl ein- und erstmalig war am Sonntagnachmittag der Auftritt des Musikpräsidenten von Domodossola, Sanzio Furgeri, der unter den Klängen der italienischen Nationalhymne ein Loblied auf die Simpiler sang. pr