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Grossandrang am Polentafest

AGREZA verköstigte ihre Gäste mit 60 Kilogramm Polenta und 110 Kilogramm Fleisch

S i m p l o n D o r f. Das Polentafest der AGREZA hatte am vergangenen Samstag auf dem Dorfplatz einen Vollerfolg zu verzeichnen.


So fanden sich im Laufe des Vormittags die Besucher zahlreich auf der Südseite des Simplons ein. Ob seiner inzwischen erreichten Grösse mag das Bild anfänglich von allenfalls weniger Besuchern getäuscht haben, dass aber die Küche bereits kurz nach Mittag ausverkauft war, spricht für einen neuerlichen Grossaufmarsch am diesjährigen Polentafest.

Polentaköche vor laufender Kamera . . .

Nach über vierzig Jahren seit der erstmaligen Durchführung hat der Fasnachtsanlass von Simplon nichts an seiner Beliebtheit eingebüsst. Im Gegenteil, die Besucher strömten auch in diesem Jahr von der Nord- und Südseite geradezu der Feldküche auf dem Dorfplatz zu, die Einheimischen praktisch in Vollbeteiligung. Im Dorfzentrum brodelten in zwei Militär-Gusshäfen über dem Holzfeuer 60 Kilogramm Polenta und in zwei weiteren Häfen 110 Kilogramm Fleisch zu einem schmackhaften Mahl heran. Der Anlass bot auch eine tolle Kulisse für die Realisierung eines Films über das Dorfleben, welcher während dieses Jahres über das Geschehen in der Gemeinde gedreht wird.

Bald einmal leere Töpfe

Die bewährten Köche hatten den Grossanlass fest im Griff. Zu Beginn fand sich der Jodelklub aus Siders ein und gab zum Auftakt einige Weisen zum Besten, was beim Publikum gut ankam. Dann trat unter stimmungsvollem Einmarsch die einheimische Joopimuisig «Chruitfrässär» auf den Plan und sorgte für Fasnachtsstimmung sondergleichen. Dazu gesellte sich eine Delegation der Fasnacht von Domodossola, wobei nun das italienische Ambiente nicht mehr zu verkennen war. Unter grossem Applaus und viel Beachtung nahmen die Simpiler dann am Sonntag in grenzüberschreitender Freundschaft am grossen Umzug von Domo teil.
Pfarrer Josef Sarbach sprach am Samstag das Tischgebet über Küche und Fasnächtler, ehe mit dem grossen Schöpfen begonnen wurde. Die Fassstrasse und das gut eingespielte Team der Polentaköche gewährleisteten eine rasche Bedienung. Kurz nach Mittag stand die AGREZA bereits vor ausverkauftem Hause da, ja, es reichte leider nicht mehr für alle. Die Organisatoren bedauerten dies, aber die Kapazität der Küche mit ihrer geräumigen Einrichtung vermochte nicht mehr herzugeben. Somit sind es zwischen fünf- und sechshundert Portionen, welche heuer ausgegeben wurden. Der Nachmittag war von fasnächtlicher Stimmung im ganzen Dorf geprägt, zusätzlich angefeuert von den «Cholufrässärn» aus Herbriggen. Verschiedene Bars und die Gaststätten luden zu Treffen und zu Kontakten ein, es wurde musiziert, getanzt und aus vollen Kehlen gesungen. Den Abschluss des diesjährigen Polentafestes bildete ein grosser Fasnachtsball mit Maskenprämierung in der Turnhalle, der vom Samaritervereins organisiert worden war.   JE