Pfarrer Josef Sarbach

 

Pfarrer Josef Sarbach wurde am 27. April 1933 in Visp geboren. Nach der Primarschule besuchte er das Kollegium in Brig und trat anschliessend ins Priesterseminar in Sitten ein. Am 18. Juni 1961 wurde Josef Sarbach in Sitten zum Priester geweiht. Zwei Wochen danach feierte er Primiz in Visp.

Seine Stationen als Seelsorger führten ihn nach Naters, Ems, Visperterminen, Leuk-Stadt. Seine letzte Pfarrei war Simplon-Dorf. Mit viel Ausdauer hat er auch noch im vorgerückten Alter all die kirchlichen Feiern würdevoll gestaltet. Er hatte aber auch wachsames Auge für die Pflege der sakralen Einrichtungen und Gegenstände und hat im Stillen vielem die erforderliche Pflege und Instandstellung zukommen lassen.

 

In seinen Pfarreien verwirklichte Pfarrer Sarbach bei Bauten und Restaurierungen von Kirchen und Kapellen nachhaltige Werke. Nebst seinem grossen Einsatz für kirchliche, seelsorgerische und pädagogische Dienste, bleiben auch seine vielseitigen Talente nicht verborgen. Seinen Einfluss für Kunst und Kultur konnte er in kantonalen und pastoralen Kommissionen einbringen.


Als besondere Hobbys pflegt er, auf professionellem Niveau, das Fotografieren und die Beobachtung der Himmelskörper.

Fotografisch verstand er auch Abhandlungen aus dem täglichen Leben festzuhalten, wie beispielsweise den
Abbruch der „Burg“ und die Sanierung des Dorfplatzes mit dem Bau der darunter stehenden Parkgarage in einer eindrucksvollen Power Point-Präsentation. Mit seinem gesunden Urteil hat er auch nicht zurückgehalten, wenn es der Amtsschimmel gar zu bunt trieb und Initiative von Gemeinde und deren Verantwortlichen zu verhindern drohte.

Pfarrer Josef Sarbach wusste mit seiner Sternenkenntnis ebenso zu begeistern wie auch auf spezielle Pflanzen aufmerksam zu machen, an denen man sonst achtlos vorbeizieht. Sein Kunstverständnis für das Sakrale hat er in Simplon Dorf mit dem Bau der Rosenkranzstationen entlang der „Hejistrasse“ und der Restauration der Bleiken-Kapelle unter Beweis gestellt.

Seine besonderen Verdienste brachten ihm in Visperterminen und Leuk-Stadt das Ehrenburgerrecht ein.

Die vielseitige Schaffen von Pfarrer Josef Sarbach ist auch der Kulturvereinigung Simplon Süd aufgefallen. Mit berechtigtem Stolz übergab sie ihm an der GV vom 29. September 2007, im Stockalperturm in Gondo die Silberdistel.